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STUNT100 - 2014

Vor dem Start.

Im Nebel.
Erledigt!
Stolze Finisher.


STUNT 100 um Sibbesse und im Leinebergland.



Eine lange Fahrt vom Chiemsee nach Sibbesse für uns. Es gab jede Menge Baustellen. Darunter auch eine sehr lange und danach eine lange Schlange in der Toilette. Anstehen in Dreierreihen.
Wir waren pünktlich vor dem Briefing in Sibbesse. Ich konnte Dagmar und den Hund sogar noch in der Gaststätte „Zur Linde“ absetzen. So konnte sie dort schon mal alles einrichten.
Wie im letzten Jahr übernachteten wir dort wieder. Garfelde liegt nur ca. sechs Autofahrminuten von Sibbesse entfernt.
Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt außerordentlich gut. Eine gute rustikale Küche gibt es dort auch.
Diesmal hatten von den 28 angemeldeten Läufern noch acht abgesagt! Erfolgreich angekommen sind dann 14 Läufer. Sechs Läufer konnten leider nicht finishen.

Der Link zur offiziellen Seite des STUNT100 ...

3

Blick vom Ferienhaus auf den Chiemsee im Nebel.
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Ende der dritten Runde: Die Leine im Nebel.


Am nächsten Morgen stand das Frühstück schon bereit, und wir fuhren pünktlich los. Um 6:00 Uhr wurde im Nebel gestartet. Wie 2013 bekam ich an der dem ersten VP den Hund wieder, damit Dagmar sich in Bad Salzuflen vergnügen konnte.
Die ersten Kilometer liefen gut im Nebel. Ich lief dem 6:00 Uhr – Starterfeld hinterher. Das schnelle Läuferfeld sollte erst um 8:00 Uhr starten. Nach einigen Kilometern hatte ich überholt und mich zum ersten mal fast in der Richtung geirrt. Dabei kannte ich die ersten zwei Laufrunden aus dem letzten Jahr. Ich wusste wie schwer es werden wird. Insgesamt hatte ich nur an einigen, wenigen Stellen Probleme, den richtigen Weg zu finden und merkte es immer recht schnell, wenn ich mir geirrt hatte.

Da kamen eventuell 1,5 Km Umwege zusammen. Bei 161 Km insgesamt nicht schlecht! Immer wieder lief ich mit einem Läufer einige Kilometer zusammen oder wir sahen uns ab und an. Allerdings gab es die allermeiste Zeit die Einsamkeit des Laufes. Einsam in den Wäldern und zwischen den Feldern. Kilometerweit. Nach 5 Kilometern hakte ich an dem einzigen Stein weit und breit auf dem Waldweg ein. Ich konnte mich abfangen und fiel nicht. Dann gesellte sich Charly am ersten VP zu mir.
Und dafür erwischte es mich aber einige Kilometer weiter an einer Wurzel. Ich fiel. Zum Glück nichts Schlimmes. Eine Warnung, hellwach zu sein.
Die erste Runde lief es sehr gut. Ich hatte ausgiebig und gut trainiert. Die zweite Runde lief ich einige Kilometer mit Christian zusammen, wie dann auch zum Ende der vierten Runde, und wir liefen zusammen ein.

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Freitagabend.
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Briefing.


Davor genoss ich den langen und sehr schweren Lauf. Am Anfang der zweiten Runde gab es ein Gewitter, welches zum Glück nicht direkt in meiner Nähe war. Der Regen kühlte etwas ab, und die leichte Schwüle verging. Vor Mitternacht beendete ich die zweite Runde. Unterwegs hatte ich mir schon vorgenommen, die Hokas auf den verbleibenden zwei Runden anzuziehen. Immerhin hatte ich im letzten Jahr Schwierigkeiten mit den Steinen auf dem Laufweg, die sich durch die Laufschuhe bis zu den inzwischen schmerzempfindlichen Füßen bemerkbar machten.
Das sollte nicht wieder passieren.

Im Zelt in Sibbesse machte ich eine Pause. Ich zog andere Strümpfe und Schuhe an. Leider drückte der linke kleine Zeh sehr schmerzlich an den Schuh. Nein, so geht das nicht. Ich ging wieder ins Zelt.
Christine redete mir zu. Ich tapte den Zeh und die Blasen am linken Fuß. Hatte ich schon lange keine Blasen mehr beim Laufen, so hatte es mich diesmal am linken Fuß ziemlich arg erwischt. Das lag wohl an den nassen Graswegen. Plötzlich ging es wieder.
Auf zur dritten Runde.
Hinein in die Nacht.

Nach etwa 9 Km sollte der VP kommen, den ich leider irgendwie verpasste.
Ich hatte vergessen, die huntert Meter nach rechts zum VP die Schleife zu laufen!
Zum Glück hatte ich noch etwas zum Trinken mit. Die Strecke auf dem Külf war für mich nicht zu laufen. Ich musste wandern. Zu schmale Wege! Wenn es mal nicht so schmal war, kein hoher Bewuchs zu durchlaufen war, ging es entweder steil hoch oder runter. Also Geduld haben und wandern. Ich dachte daran, nur noch die dritte Runde zu erledigen und dann auszusteigen. Die Einsamkeit im Wald machte mir nichts. Die Wildschweine hatte den Boden an vielen Stellen durchwühlt. Ich sah diesmal nur Pilze.

Endlich war dann der Külfweg zu Ende und ich durfte absteigen. Eine etwas bessere Strecke, dann ein nasser Grasweg. Geheimnisvolle Nebel und Autoscheinwerfer. Der Mond und endlich die Versorgungsstation. Dann erst einmal wieder eine etwas glattere Strecke. Bald aber wieder eine starke Steigung hoch, die alles abverlangte. Ich dachte nicht mehr daran abzubrechen.
Ich wollte den STUNT100 in diesem Jahr zu Ende bringen!
Das stand fest. Was macht es schon, dass die Füße etwas schmerzten? Das war nicht so schlimm.

Da war noch genug Kraft in mir. Dann endlich wieder Sibbesse. Schnell einen Kaffee. Hansis Frau brachte ihn mir schnell und freundlich. Überhaupt ist die Mannschaft des STUNT100 einsame Spitze. Meinen herzlichen Dank nochmals von hier aus dafür und für die tolle Organisation!

Die letzten ca. 18 Kilometer waren nur noch Genuss!
Zum Ende hin lief ich mit Christian zusammen ins Ziel. Wir feierten uns noch etwas am Ende, aßen und tranken. Und verabschiedeten uns.

Keine Ahnung, ob es für mich noch einmal einen 100 Meilen- Lauf geben wird....

// © Jörg Segger / 11.09.2014// |zurück|

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Erste Runde.
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Erster VP.
9

Hund mit Pilz
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Am Abend.
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Abgeerntete Felder.
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Spezieller Pilz.
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Salzförderturm bei Bad Salzuflen.
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Kurze Pause vor der letzten Runde.
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Wiesenbewohner.
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Schön.
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Die Fantastischen Vier im Ziel.
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Letzte Runde.
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Landschaft.
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Gemeinsam etwas essen zum Abschluss.