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36. Wien - Marathon 2019 am 07.04.2019


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In Gedenken an alle Opfer von Drogenmissbrauch.
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Der Stier wirkt stark!

   36. VCM - Wien - Marathon

Jetzt sind fast zwei Wochen vergangen.
Nach dem VCM, dem Vienna City Marathon.
Ja, wir waren in Wien.
Vor Jahren haben Dagmar und ich darüber gesprochen, dorthin, nach Wien zu fahren. Ich wollte den Marathon laufen. So ergab es sich fast etwas zufällig, dass es in diesem Jahr nun gelappt hat.
Und wir haben es genossen. Wir haben in Wien eine ganz tolle Zeit verbracht.
Wien ist wirklich eine Reise wert. Wer dann sogar noch den Marathon dort laufen kann, ist doppelt begünstigt!
Die Startunterlagen haben wir schon am Freitag aus der Marxhalle geholt. Karl Marx, den Namen und die Werke kannten wir ja, als Ex-DDR-Bürger, gut. Bisher wussten wir nicht, dass es „Neu Marx“ und die Marxhalle in Wien gibt.

Es gibt da keinen Zusammenhang mit K- Marx. In dem Stadtteil befand sich eine, dem für heilig gesprochenen Markus geweihte Kapelle, die später der Gegend den Namen gab. Wir gingen an den hübschen und sehr beeindruckenden Figuren zum Eingang des ehemaligen Vieh – Marktes der Stadt Wien vorbei und gelangten bald zur Marxhalle. Der Marathon ist wirklich gut organisiert. In der Halle schauten wir uns noch etwas um. Alles gut. Ziemlich schnell hatte ich meine Unterlagen.

 
  ==> Sankt Marx

Samstag früh liefen wir vom Hotel aus, über den Donaukanal in den Prater. Vorbei am Ernst-Happel-Stadion zur Donau und noch etwas an der Donau entlang. Freundliche Menschen begegneten uns. Hundebesitzer, die ihren Liebling ausführten. Wir machten unsere Scherze.
Alles wunderbar.
Nur mein abschließender Trainingslauf war etwas zu lang ausgefallen. Aber das war mir dann doch eher egal. Wunderbar, bei herrlichem Wetter an der Donau entlang zu laufen. Joggern begegneten wir immer wieder.
Der Prater ist Jogging – Gebiet. Danach besichtigten wir die Innenstadt.

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Startunterlagen gibt es dort.
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Beim Start Kaisermühlen.


Am Sonntag fuhren wir mit der U-Bahn zum Start an den Kaisermühlen.
Der Takt der U-Bahnfahrten wurde extra erhöht. Der Marathon (VCM) ist wirklich klasse organisiert! Im Startgebiet angekommen, fabulierten wir noch darüber, dass wir sicher keine Bekannten sehen würden, da einfach zu viele Läufer am Start waren und trafen doch einen Bekannten, der mit einer Läuferin, die er bei ihrem ersten Marathon führen sollte, den Marathon bestreiten wollte. Sie kamen dann gut bei ca. 5:37 h an. Toll.
Dagmar verabschiedete sich bald zu ihrer ganz persönlichen Stadtbesichtigung mit Museumsbegehung.
Es war kühl.

Aber sehr interessant.
In den Startblöcken sammelten sich bald die Läufer und der Spitzenblock startete pünktlich. Der Block, in dem ich stand, startete 9:15 Uhr. Das historische Riesenrad sahen wir. Es ging über die Reichsbrücke und am Praterstern vorbei. Das Tegetthoff-Denkmal erinnert an den Viezeadmiral der österreich-ungarischen Kriegsmaraine. Dann liefen wir im Prater. Bald bogen wir zum Donaukanal ab.
Die Strecke ist sehr interessant und man sollte sich vorher schon mal damit beschäftigen. Immerhin fürt sie auf den Ring, am Stadtpark entlang, zum Karlsplatz, am Naschmarkt, am Schloss Belvedere, dem Schloss Schönbrunn vorbei, bis man wieder zurück in der Innenstadt angelangt ist und dann wieder am Praterstern vorbei in den Prater einläuft.
Diesmal geht es dann zum Ernst-Happel-Stadion, wo ich einen Bekannten begrüßte und mit ihm an „seinem“ VP etwas schwatzte. Weiter läuft man dann schnurgerade bis zum Lusthaus und zurück auf Höhe des Ernst-Happel-Stadions wieder bis fast zum Donaukanal. Parallel geht es durch den Park. Bald dann wieder auf den Ring und am Rathaus vorbei.
Hier kommt dann, viel zu schnell, das Ziel.
Ein wunderschöner Lauf!
Etwas kuriose Erlebnisse auch diesmal unterwegs.

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Man muss nicht alles erlaufen!
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Motto des Tages!



Am Donaukanal, nach etwa sechs Kilometer, eine Gruppe, die Musik machte.
Aus größerer Entfernung hörte ich nur die Melodie und erkannte von Queen „We will rock you“. Der Gitarrenspieler hatte sein Instrument nur soweit im Griff, dass gerade noch der Titel erkennbar war. Als wir näher kamen, hörte ich dann den in falscher Stimmlage gegrölten und abgewandelten Text: „Jesus liebt euch!“. Oh Gott schoss es mir durch den Kopf. Jesus ist tod. Als heiliger Geist in den Himmel gefahren. Geist, Gott und er sind, nach Sprachart der römischen, christlichen Kirche, dreifaltig.
 
  ==> Trinität

Die Kirche mag aber keine Schwulen.
Freddy Mercury war schwul.
Und das war gut so!
Die Kirche hat damit Probleme. Und mit der Musik?
Ritt in die Moderne?

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Gruß zurück. Kurz vor dem Ziel!
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Vor dem Start.




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"Kannst Du Dich nicht einmal normal hinstellen?", meinte Dagmar.
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Einer läuft barfuß!


Ich lief weiter und sah den Gitarrenspieler in einer braunen Kutte. Den Sänger in moderne Kluft und noch weiteres Begleitpersonal. Schrecklich, wie man so gute Musik verdrehen kann. Nun, angespornt hat es mich. Nur weg! Ein Läufer mit Rucksack hatte es da sehr eilig. Ob ihn die schräge Musik auch anspornte, so kraftvoll die anderen Läufer zur Seite zu schieben, anzumachen, aufzulaufen, zu drängeln und einfach nervend zu überholen?
Ich fotografierte viel.

Ein Läufer vor mir bleib bei Km 11 in einer Straßenbahnschiene hängen und stürzte. Polizisten kümmerten sich sofort um ihn.
Bei Km 27 dann wieder die „Jesus-liebt-euch-Band“.
Keine Ahnung warum.
Der Sänger krächzte nur noch „La-La-La“ und „La-La-La“.
Das Geräusch ließ ich hinter mir.

Der Lauf machte einfach Spaß.
Oliver am VP beim Ernst-Happel-Stadion fragte mich, wie es mir ginge.
Ich lächelte, faxte herum.
Denn es ging mir wirklich gut.

Ich war in der angepeilten Zeit und hatte auch diesmal, wie schon in Rom, viel fotografiert.
Ich war gut drauf.
Bald dann auf der Zielgerade.

Ein Läufer aus Kärnten erklärte mir, woher er komme und dass er ebenfalls absolut viel Spaß hatte. Da waren wir uns einig.
Allerdings ließ ich ihn dann nach einigen hundert Metern zurück auf der Strecke, da ich noch so viel Kraft hatte, schneller zu werden. Das Rathaus ist ein riesiges, schönes Gebäude. Leider zur Renovierung eingerüstet. Hinter dem Ziel bekam ich meine Medaille und einen Verpflegungsbeutel. Dann begab ich mich zum Treffpunkt, wo Dagmar schon wartete. Wir ließen den schönen Tag langsam ausklingen.


 Letzte Änderung: 21.04.2019 (II. Korrektur) © Joerg Segger






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Vor dem Rathaus auf den Wiesen.
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Rathaus eingerüstet.




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Lusthaus im Prater voraus.
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Praterstern.




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Die Stimmung wird angeheizt.
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Über die Reichsbrücke.




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Auf dem Ring.
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Vom Stephansdom fotografiert.




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Vom historischen Riesenrad zu den Kaisermühlen fotografiert.
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Im Park von Schloss Belvedere.