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Rurseemarathon 2015




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Spiegelungen
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Im Zelt.

  Rursee Marathon 2015

„Wenn der Rurstausee einmal rechter Hand von dir liegt, dann bist du falsch!“
Ein Läufer erklärte einem anderen die Strecke.

In der wärmenden Morgensonne war es sehr angenehm zu stehen und den Menschen in Einruhr zuzusehen.

Der Sprecher der Veranstaltung hatte sich die nun kurze Warteschlange an der Nachmelderklappe angesehen und meinte, man könne heute bestimmt pünktlich starten. Doch das klappte leider nicht.

Inzwischen saß ich im Zelt. Dagmar war mit Charly schon auf der 16,5 Km Wanderung. Schön, dass sie dabei waren. Ein wunderbarer Morgen.
Ein Morgen ohne Sorgen.


Die Probleme gingen bei der Anfahrt, irgendwo in Kesternich, verloren. Diesmal waren wir aber dort nicht beim Bäcker.
Kein frischer Kuchen aus Kesternich. Den gab es auch im Zelt und auch belegte Brötchen. Sogar Lachsbrötchen.
Reges Treiben am Buffet konnte ich beobachten. Ich hatte mir auch schon ein leckeres Stück Kuchen besorgt und ein kurzes T-Shirt für Dagmar und für mich bei Helmut Peters erstanden. Den hatte ich lange nicht gesehen. Zuletzt bei einer meiner Trainingsrunden um den Rursee. Da war ich mit Rucksack auf meiner ca. 65 Km langen Genusstrainingsstrecke unterwegs.
Das zur Vorbereitung auf den STUNT100.
Wir unterhielten uns kurz.

Ich schaute im Zelt nach bekannten Gesichtern. Ich sah dem Treiben zu. Erfahrene Läufer und Ex- Läufer wie z.B. H. Urban (heute per Fahrrad und als Trainer) und Herrn Vilvo sah ich und Doris auch mal kurz. Ehe ich mich entschloss, mich aus der hinteren Bank zu einem Gespräch zu erheben, war sie schon in der Masse verschwunden.
Es war sehr anregend für mich zu beobachten.

Ich träumte und sah die Strecke im Geiste und freute mich auf ein Wiedersehen.
Die Gegend hier kenne ich gut.

Udo war auch da. Wir unterhielten uns kurz. Er brauchte neue Laufschuhe.
Dirk und Sigrid habe ich kurz gesehen. Nach dem Lauf unterhielt ich mich noch etwas mit Dirk, Sven, Ralf und Holger. Allerdings blieb uns nicht so viel Zeit nach dem Lauf, da wir noch zu einem Konzert in Köln fahren wollten.

Ich beschloss dann vor dem Lauf, noch die Büsche zu beglücken und sehe Joe Kelbel auf dem Weg über mir. Hallo und Begrüßung. Er erzählt mir von seinem 100 Km Lauf in der algerischen Wüste und mehr. Später sehe ich ihn ab und an fotografieren beim Marathonlauf. Dann treffe ich Ralf und Wolfgang noch. Zuerst dachten wir, dass wir keinen Bekannten in diesem Jahr beim Rurseemarathon sehen würden. Jedenfalls nach der Starterliste. Und dann gleich reihenweise. Mit Wolfgang und Ralf schwatze ich einige Zeit unterwegs.

Wolfgang hat wieder einen sehr schönen Laufbericht für Marathon4You geschrieben.

Ich habe mich sehr gefreut, an diesem Tag doch so viele Bekannte gesehen zu haben.

Ralf überhole ich und am Ende sammelt er mich wieder ein und wir laufen gemeinsam die letzten zwei Kilometer. Ich kenne ihn vom Müllerthaltrail in Luxemburg.
Vor dem Start das übliche Sammeln. Alle Menschen freuen sich über den herrlichen Morgen. Viele Läufer waren schon oft hier und kennen die Strecke und freuen sich, diese bei so schönem Herbstwetter laufen zu können.

Sigrid ist auch da. Sie wird wieder schnell sein und unterwegs Dagmar sehen, die den Läufern mit Charly entgegen wanderte an diesem Tage. Seit 1999 bin ich beim Marathon dabei. Nur 2014 setzte ich aus, da wir im Sauerland unterwegs waren.

Einige Minuten verspätet wird gestartet.
Egal.
Die Sonne lacht.
Wunderbar mild ist es am See, denke ich und finde langsam in meinen Laufrhythmus. Ich denke an eine kleine Geschichte die ich geschrieben habe und die hier in dieser Gegend spielt. Die Gedanken daran verlieren sich bei der Betrachtung der Landschaft. Einen Herbsttag laufend verbringen, so einen schönen Herbsttag so zu verbringen ist einfach schön!

Dann geht es steil hoch, um auf der Urfttalstaumauer den Laufweg fortzusetzen. Ein gute Gelegenheit alles von oben herab zu betrachten.
Es gibt viel Publikum an diesem Tag. Es wird geklatscht. Es sind viele Wanderer unterwegs.

Ich bin einfach super drauf und schaue und unterhalte mich und laufe und träume. Als ob ich durch die Landschaft gleiten würde. So leicht und so in mich ruhend, wie lange nicht mehr.
Kurz meldet sich mal die Hüfte oder das Knie, nichts Aufregendes, keine Schmerzen, alles nur Meldungen der beteiligten Organe.

Gleiten.
Die schönen Spiegelungen im See bewundere ich und fotografiere und dann sehe ich Dagmar und Charly. Er will mit, darf aber nicht.
Bei Rurberg eine größere Menschenmenge und heiße Rhythmen. Samba - Trommeln.

Ein Gastschiff mit Elektroantrieb spiegelt sich im Wasser. Dann kommt schon Km 19 und der VP bei der Schwammenaul. Wir laufen über die Staumauer und an der Gaststätte vorbei, um dann wieder direkt am See entlang zu laufen. Wir nehmen jede kleine Bucht des Stausees mit.
Bei Km 24 gehe ich den steilen Weg zum VP hoch. Diesmal sind hier wenig Leute. Vereinzelt hört man Motorräder die Eifelstraßen entlang kurven. Aber es ist so schön, am See zu laufen. Dann mein Lieblings- VP bei 29 Km.
Geile Musik und hübsche Helferinnen.
Klasse.

Es wird viel gelacht, getanzt und wir laufen. Bei Woffelsbach geht es mal etwas steiler hoch. Dann am Campingplatz vorbei.
Wolfgang hat mich eingeholt und wir erzählen uns was, bevor er dann schneller wird. Bald geht es an den vielen Booten vorbei, die zum Teil schon winterfest gemacht wurden. Es ist nicht mehr weit. In Rurberg gibt es den letzten richtigen Anstieg. Eine wunderbare Gelegenheit, den See von oben betrachten zu können. Der letzte VP und Bier ist im Angebot, Schokolade und mehr.

Auf Bier verzichte ich.

Die letzten Kilometer sind dann nur noch reiner Genuss. Ralf lief mit mir, und ich komme bei 4:39:53 locker im Ziel an.

Am Abend sehen und hören wir dann noch Mick Hucknall mit Simply Red.

 Letzte Änderung: 16.11.2015 (I. Korrektur) © Joerg Segger
 
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Im Zelt.
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Spiegelungen.

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Bei Km 10.
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Unterwegs.

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Kurz vor dem Start.

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Läufer.