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Marathon in Rom 2017




  „Alle Wege führen nach Rom!“

steht auf dem T-Shirt, welches wir mit den Startunterlagen des   Rom Marathons ausgeliefert bekommen hatten.
Hier nun ein kleiner Bericht.

Da waren wir also am Kolosseum.

Wunderbar.
Der Rom Marathon.

Die Schrittmacher (pace maker) ließen sich auch vorm Kolosseum fotografieren. Ich wollte bei dem Marathon einfach nur leicht durchkommen.
Vielleicht viel fotografieren, vielleicht unter fünf Stunden bleiben und vor allem viel sehen. Immerhin war ich schneller als gedacht und lief für mich gute 4:34:16 h!
Es dauerte, bis wir dann starten konnten.
Egal.
Nach meinem Empfinden flog die Zeit dahin. "Auf einem schnellen Pferd", wie ich mal schrieb. Jetzt auch in Rom. Zuerst scheint es, als hätte man noch so viel Zeit. Ehe man sich versieht, ist die Zeit dann irgendwohin verschwunden.
Aufgeregte Läufer, Lastwagen, mit Nummern „von – bis“ um die Sachen abzugeben, Schlangen an den Toilettenhäusern sahen wir. Wir wanderten langsam zum Startbereich. Ein Läufer aus Sardinien (wie er mir erklärte) in Tracht. Die Läufer mit den Zeitvorgaben auf dem Luftballon.



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Die Pace Maker werden am Kolosseum verabschiedet.
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Unser Team von "Schulz Sportreisen", Ines und Claudia, in orangen Jacken.



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Geht gleich zum Startbereich.
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Zurück im Hotel.

Orientierungshilfen.
Dann wurden nach und nach die einzelnen Startblöcke gestartet.
Ich lief kaum hundert Meter und fotografierte.
Ein Gewitter.

Der Donner wurde von den Läufern laut johlend verabschiedet. Es ging los. Wunderbar an den Sehenswürdigkeiten vorbei zu laufen. Immerhin auf historischen Straßen. Vorbei am „Circo Massimo“ und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Ich ließ mich fotografieren, an Kirchen, an Brunnen, am Finanzministerium vorbei, dann sah ich die Engelsburg und bald liefen wir in Richtung Petersdom weiter. Ich fühlte mich sehr gut und genoss den Lauf.
Trotz Regen hatten wir viel Publikum.
Der Regen hatte dann doch aufgehört.
Nur an einigen Stellen war es ruhiger.
Zeit zu meditieren.

Da war ich dann doch noch nach Rom zum Marathon gekommen. Irgendwie etwas ganz Besonderes. Ich dachte an die längst vergangene Zeit meiner Jugend zurück, auch an die Zeit, als unser erstes Kind geboren wurde.
An die Zeit, als ich mich mit dem historischem Rom, den Römern und dem römischem Weltreich allgemein beschäftigte. Jetzt lief ich durch Rom.


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Vor dem Start.
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Sachenabgabe und Startbereich.



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Stau an den Toiletten.
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Startbereich, Startblöcke.

Wahnsinn.
Dagmar und Jörg in Rom!
Ich spürte jeden Schritt. Nicht, weil es mir schwer fiel zu laufen. Nein: Es war noch einmal etwas Besonderes. Der Mann aus einem kleinen Dorf hinter der ehemaligen Grenze.
Was für eine Zeit.
Was für ein Erlebnis.
Jeder Schritt.
Weiter nach vorn.
Weiter auf dem Weg durch Rom, durch die Zeit.

Dann waren wir am Olympia Stadion von 1960 vorbei gelaufen. Das musste es sein.
Ich erinnerte mich an den Fernseher mit dem postkarten - großen Bild, der nach einigen Jahren ab und an das Bild verlor. Bilder von Olympischen Spielen und der Wackelkontakt einer Röhre. Schlug man an der richtigen Stelle des Gehäuses, kam das Bild wieder.
Allerdings half das nur eine begrenzte Zeit und der Fernsehmechaniker musste die Röhre auswechseln.
Ein kleines Finanzdrahma, weil die Kosten von meinen Eltern keineswegs eingeplant waren.

Bald roch es nach Elefanten – wie ich meinte - der Zoo. Aufpassen, der Regen hatte die Kopfsteine glatt gemacht. Ein Läufer hinter mir stolperte, fiel, rappelte sich auf.
Weiter, immer weiter.
Dann mein Versuch, eine Toilette zu benutzen. Nein danke.
Zu schmutzig.
Ekelig. Egal.

So dringend war es ja nicht. Ruhigere Abschnitte.
Dann wieder viel Publikum. Bald würde der Marathon zu Ende sein. Noch wenige Kilometer. Der „Piazza de Popolo“.

Wir liefen um eine Säule herum.
Ein großer Bogen.
Der Regen kam wieder.
Und wie.
Vor mir rutschte ein Läufer aus und schlug mit dem Hinterkopf auf. Er rappelte sich hoch und lief weiter. Ab und an fasste er sich an den Hinterkopf.
Er war also auf den Kopf gefallen.
Unangenehm! Zum Glück schien nichts weiter passiert, als vielleicht ein Beule als Ergebnis?
Ich sah ihn nicht wieder. Er war trotzdem noch schneller.

Es regnete.
Trotzdem wurden wir angefeuert, gefeiert. Vom Publikum getragen liefen wir die letzten Kilometer zum Ziel.

Weiter.
Ich hatte keine Probleme, mir ging es sehr gut.
Ich war ziemlich schnell.
Die letzten Meter. Ich überholte viele Läufer und wurde auch überholt. Eine lange Steigung, ein Tunnel, dann eine Gerade, am Hotel Helvetia vorbei, eine Kurve und das Denkmal Viktor Emanuel des II. und das Ziel.
Zwei Soldaten in römischer - militärischer Ausrüstung vergangener, groß - römischer Zeiten standen auf der Ziellinie.



 
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Geht gleich los.
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Aufrücken.

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Aus Sardinien, wie er mir sagte.
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Die erste Kurve nach dem Start.



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Fototermin. Ich sollte doch deutsch sprechen. Wir mussten lachen, da ich sie auf englisch gefragt hatte, ob man mich fotorafieren könnte.
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Unterwegs und ohne Regen.

Irgendwo gab es noch einen Beutel mit Verpflegung, die Stelle fand ich aber nicht. Die Schlange am Zelt, wo man die Medaillen gravieren lassen konnte, war mir im Regen zu lang. So ging ich dann leicht, locker und in sehr guter Stimmung ins Hotel zum Duschen.
Alles gut.

Die Medaille verstaute Dagmar dann so gut, dass wir sie erst nach Tagen zu Hause wiederfanden.
Egal.

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Brücke über den Tiber.
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Den Pertersdom im Blick: Die Läufer.



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Da war ich dann im Ziel.
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Nach dem Marathon. Vielleicht doch beim nächsten Mal auf den Händen durchs Ziel?.


Die Gravurleistung war mit im Startgeld enthalten. Ich war dann, nachdem ich geduscht hatte, doch nicht mehr zum Zelt mit den Graveuren gegangen.

Es bleiben wirklich sehr gute und schöne Erinnerungen an Rom und den Marathon zurück.
Es war einfach so toll!


Am Abend gab es ein gemeinsames Essen und für Dagmar und mich dann nochmals eine Stadtbesichtigung mit Scheinwerferlicht.

 Letzte Änderung: 08.04.2017 (II. Korrektur) © Joerg Segger

Hier auch noch der Link auf den  Rom - Reisebericht