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2018 Röntgenlauf (28.10.2018)



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Am Vorabend: Lichterfest in Jülich auf dem "Brückenkopf".
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In der Halle beim Röntgenlauf.


   Getupft und nicht gestrichen

Meine 13.Teilnahme beim Röntgenlauf ist jetzt ein Erinnerungsstück. Dagmar hat gleich in unserem Jahrbuch 2016 nachgesehen, wie das Wetter damals war. Da war es wärmer und wir hatten mehr Sonnenschein.
Im letzten Jahr war ich leider nicht beim Röntgenlauf dabei.
Sonnenstunden hatten wir im Sommer 2018 ja ausgiebig.
Gut.

Ist ja gut!
Ich hatte den Wetterbericht gelesen und trotzdem meine dreiviertel Lange Laufhose dabei. Also nicht jammern, weil es ziemlich frisch war! Immerhin hatte ich eine Laufjacke an. Und das T- Shirt, welches es für die Teilnehmer des Ultramarathons dazu gibt, hatte ich dann vorsichtshalber noch zusätzlich angezogen. Meine Handschuhe hatte ich nicht mit. Als wir aus dem Auto stiegen, um die Startunterlagen zu holen, pfiff der Wind um die Ecken. Es war kalt! Meine Startnummer bekam ich vom Namensvetter. Wir lachten: Jörg gibt Jörg seine Startnummer.

Ich nahm mir noch ein paar leckere Äpfel aus der Kiste, die in der Halle stand, in der es die Startunterlagen gab.
Ich ging nach draußen, um Dagmar und Charly abzuholen und in die Halle zu gehen. Dagmar hatte ihren Schal zu Hause vergessen. In der Halle brauchten wir keinen. Kuchen und Kaffee waren wieder gut. Diesmal sah ich nur wenige bekannte Läufer. Meine Generation zieht sich langsam vom Laufen zurück.
Und bei der Kälte?

Die Veranstaltung ist immer sehr gut organisiert.
Die Strecke gefällt mir auch und für Dagmar gibt es auch genug zu sehen. Ich wurde mehrfach gefragt, ob denn der Hund mitlaufen würde. Nein, er läuft nicht mit, der ist zu alt! Ich starte schon seit einigen Jahren in der M60. Im Alter sollte man ruhiger treten. Aber solange es noch Spaß macht!

Ich musste nicht von Krämpfen und Kämpfen berichten!
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Am Rande: H2O - Werbung zum Anfassen.
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Wuppertalsperre und wenig Wasser drin.

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Chalrly will nicht baden!
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Esel an der Wanderstrecke.



In die Kälte vor dem Start musste ich dann doch.
Wir Läufer bekamen noch einige Sätze von jemanden auf dem Weg mit wie z.B.: „... Gott läuft mit euch...“. Die Menschen um mich herum beschäftigten sich damit, sich zu erwärmen, einen guten Lauf zu wünschen, klagten über ihren schlechten Trainingszustand oder gaben allerhand andere Sachen von sich. Gelacht wurde auch und man umarmte sich. Dann ging es auf die Strecke.
Gleich einen Berg hoch hinein nach Lennep.
Und wieder zurück am Start vorbei.
Hier gibt es immer viel Publikum.
Dagmar fotografierte.
Sie ging mit Charly lange wandern.
Wiesen und Wald.
An Pferdekoppeln vorbei und bald erreichten wir den ersten VP. Nach einer Stunde wunderte ich mich, wie schnell die Zeit vergangen war. Ich fühlte mich gut und lief ziemlich gleichmäßig. Die Steigungen ging ich schnell hoch. Gesprächspartner fanden sich auch.
Bald begleitete mich Stephanie für mehr als eine Stunde.

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Läufer.
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Im Ziel.



Insgesamt war sie aber an dem Tag für mich zu schnell. Bei Km 31 ungefähr die Müngstener Brücke.
Hier führt, in 107 Metern Höhe, die Bahnstrecke Wuppertal-Oberbarmen-Solingen über die Wupper.
Wir konnten darunter entlang laufen und mussten nicht über die Wupper gehen. Immer noch wird die Brücke restauriert.
Die Hessenwahl war ein Thema.
Ich unterhielt mich mit einem Läufer aus Duisburg. Immer wieder war Mode ein Thema. Zum Beispiel die vielen ehemals grünen Vorgärten, die neuerdings überall mit Schottersteinen voll gekippt werden. Tristesse, die weniger Arbeit machen soll. Dabei sollten sich manche Menschen mehr bewegen. Wer will schon Vorgärten pflegen? Nachrichten. Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Eher erfährt man von einem schlechten Apfel in der Obstkiste, als von den hundert guten darin! Laufen.
Wozu bin ich hier?
Kurz vor dem ersten Halbmarathonzeil strengte sich ein Läufer an, um mich zu überholen er wollte unbedingt vor mir ankommen. Nun, ich wollte ja eh weiter. Vor dem Marathonziel war das schon wesentlich entspannter. Die Marathonschnecke war wieder lecker, der Tee warm und ein Läufer wollte aussteigen. Seine Lauffreunde konnten ihn nicht überzeugen weiter zu laufen. Er ging zum Bus. Das war es für ihn. Dann eben die Marathonwertung! Bald gesellte sich ein Läufer zu mir, der seinen ersten Ultra bestritt und erzählte mir, dass er Probleme hatte sich dafür zu motivieren und im Marathonziel weiter zu laufen.
Das muss jeder mit sich ausmachen.

Man wird ja keine besser Mensch, wenn man Ultras läuft!
Ich laufe, weil ich es kann.
Ich will es auch! Und auf dem Röntgenweg läuft es sich schön. Hinter dem VP bei Km 53 ungefähr war es, da sahen wir zwei Reiterinnen vor uns. Aus Tierschutzgründen hatten die bestimmt keine Reitpeitschen dabei.
Ich war mutig und sprach die eine Reiterin an, die auf einem weißem Pferd mit großen, runden braunen Punkten saß: „Das war bestimmt viel Arbeit, die vielen braunen Punkte auf das weiße Fell zu malen?“
Die Reiterinnen lachten und die auf dem braun gepunkteten Pferd sagte: „Ja. Jetzt hat mein Pferd hunger, weil es den ganzen Morgen auf der Staffelei war!“ Wir mussten alle lachen. Sie ritten, wir liefen bald weiter.

Wie ich bald feststellte, hat auch die Wuppertalsperre sehr wenig Wasser. Die letzten drei Kilometer waren zum genießen. Vorbei an der Waldkapelle ging es die letzte Steigung hoch. Ein letztes Trailstück und dann die Straße zum Ziel.

Dagmar photographierte mich mit Jörg, der mir die Startnummer überreicht hatte. Es gab alkoholfreies Bier und eine Marathonschnecke. Die Duschen waren noch warm. Das war` s! Wieder eine schöne Veranstaltung.
Mit meiner Laufzeit von 7.50:30h war ich sehr zufrieden.


 Letzte Änderung: 02.11.2018 (I. Korrektur) © Joerg Segger