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Magdeburg Marathon 2019


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Hundertwasserhaus.
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Verdient.

   Der 16. Magdeburg Marathon

„Machdeburch“ so spricht man den Namen der Landeshauptstadt aus!
Oder, wie auf einem T-Shirt in einer Verkaufstelle stand: „Machdeburch, un nich anners Du Vorel!“

An dieser Aussprache der Landeshauptstadt Magdeburg und auch an der Aussprache des Wortes Vogelgesang, welches der Einheimische wie „Vorelljesank“ spricht, erkennt man ihn.
Magdeburger Klänge.
Wir waren zu Besuch in einem kleinen Bördeort, meinem Geburtsort, zwischen Magdeburg und Helmstedt.
Es waren gerade mal etwas mehr als zwanzig Minuten Anfahrt von dort bis zu den reichlichen Parkgelegenheiten am Magdeburger Messegelände.
Hier befinden sich alle wichtigen Orte für den 16. Magdeburg Marathon. Wir fuhren allerdings erst an den Ordnern, die vor der Einfahrt zum Parkplatz am alten Zeughaus standen, vorbei.
Nachdem wir gewendet hatten, fuhren wir auf den Parkplatz am alten Zeughaus.
Viel Platz.
Ein Fahrzeug mit hallischem Kennzeichen parkte neben unserem Auto. Gemeinsam wunderten wir uns, dass noch so wenige Fahrzeuge auf dem Parkplatz standen.
An der anderen Seite des von der Treuhand verwalteten Geländes gab es auch noch große Parkplätze.
Magdeburg galt 1806 als stärkste Festung Preußens.

Hier einige wichtige Links:

 
  Magdeburg
 
  Festung Magdeburg
 
  Die Sowjetarmee in Magdeburg




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Die Elbe.
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Leerer Parkplatz.




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Zeughaus.
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Pose.


Das Gelände selber wurde nach dem zweiten Weltkrieg von der Russischen Armee bis zu deren Abzug genutzt.
Jetzt ist alles wunderbar restauriert.
Hier gibt es ein großes Gelände mit allerhand Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Einen See, Kletterpark, den Jahrtausendturm, einen Kletterfelsen, eine Sommerrodelbahn einen Naturspielplatz und mehr.
Fahrt doch einfach mal hin!

Die Marathonveranstaltung ist ganz toll und zu empfehlen.
Allerdings nehmen an allen Laufveranstaltungen, einschließlich Marathon nur etwa fünftausend Sportler teil.
Es kamen 298 Marathonläufer ins Ziel.

Die Landeshauptstadt selber wirkte auf mich etwas verschlafen. Im Land der Frühaufsteher immerhin! Es dauerte bis ca. 8:20 Uhr, bis es in den Messehallen und an der Startnummernausgabe etwas voller wurde.
Eine relativ kleine Marathonmesse nervte auch nicht. Kein so großes Gedränge wie anderswo. Nach dem Marathon fragte uns der Veranstalter, der zufällig mitbekam, dass wir über die Orga des Marathons redeten, ob wir Mängel an der Orga festgestellt hätten. Positives wollte er nicht hören. Aber ich hatte doch nichts zu meckern! Auf meinen Hinweis hin, ihr könntet doch mehr Marathonläufer brauchen und es wäre schade, das es nicht so viele Teilnehmer insgesamt waren, meinte er, er fände es besser so, wenn es insgesamt nur etwa fünftausend Teilnehmer für alle Strecken wären. Jedenfalls fanden wir die Veranstaltung sehr schön!

Dagmar ging bereits in ihre Geburtsstadt, als ich noch etwa dreißig Minuten bis zum Start des Marathons Zeit hatte. Langsam wurde es voller. Ein Läufer aus Quedlinburg gesellte sich zu mir und wir unterhielten uns auch über den Ottonen Lauf, der auch durch das schöne Selketal im Harz führt und über die Stadt Quedlinburg. Immerhin auch ein Ort, an dem schon deutsche Kaiser verweilten.

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In der Halle.
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Vor dem Start.



Kurz vor dem Start stand ich dann im Startbereich.
Ein Läufer fragte mich nach den Startblöcken.
Die gab es nicht.

Dafür waren wohl doch zu wenige Marathonläufer am Start. Alles sehr unaufgeregt, wie ich feststellte. Der Sprecher versuchte Stimmung zu machen. Langsam freute ich mich auf den Lauf. Ich war sehr gespannt.

Der Läufer, der mich gerade wegen der Startblöcke angesprochen hatte, kam zurück und meinte, er hätte jemanden gefragt und es gäbe keine.
Er wollte seinen ersten Marathon hier laufen.
Ich wünschte ihm viel Glück und vor allem Spaß.

Im Jahre 2005 lief ich hier unter vier Stunden meinen 38. Marathon. Damals verlief die Strecke noch zum Wasserstraßenkreuz.
Diesmal gab es zwei Halbmarathonrunden zu bewältigen. Wie ich feststellte, eine sehr schöne Strecke.
Diese führte uns zuerst zum Herrenkrug, einem Ausflugsziel mit Pferderennbahn und in die Elbaue.
Nach einigen Kilometern zurück zum Herrenkrug, über eine Bus – und Fußgängerbrücke zu den alten Hafenanlagen. Magdeburg hatte mal den zweitgrößten Binnenhafen in Europa.

Davon zeugen nur noch einige alte und restaurierte Speicher am Hafenbecken. Unter der Strombrücke, an alten Befestigungsanlagen und Dom, an der Erbuferpromenade vorbei, führte die sehr schöne Strecke über die Sternbrücke in den Rotehorn Kulturpark. Historische Gebäude und viel Grün gibt es hier.
Immer an der Elbe entlang.
Sehr schön.

Wir hatten auch ganz hervorragendes Laufwetter. Wolken, Sonne und etwa 17 Grad Celsius. Insgesamt relativ wenig Publikum , nicht zu reichlich bestückte, aber ausreichende Versorgungspunkte und viele nette Menschen unterwegs. Über die Zollbrücke führte die Strecke dann wieder zum Messegelände.
Wunderbar.

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Theater in Magdeburg.
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Rathaus.




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Magdeburger Halbkugeln.
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Der Goldenen Reiter.


Wie erging es mir?
Nun, ich hatte mir aufgrund des veränderten Trainings, eine Zeit von 4:35h bis 4:45h vorgenommen. Ich lief mit der neuen Garminuhr und ließ mir die Kilometerzeiten durchsagen.
Mehr nicht.

Der erste Kilometer war viel zu schnell.
Ich wusste nicht, dass ich einen Kilometer in 3:45 Minuten zurücklegen konnte.

Ich war etwas außer Atem und verlangsamte den Schritt. Da waren es immer noch 4:04 Minuten auf dem zweiten Kilometer. Ich bekam schon etwas Angst, viel zu schnell auf den ersten Kilometern zu sein und am Ende dann vielleicht sogar abbrechen zu müssen.
Der dritte Kilometer war dann etwas normaler aber mit 5:40 Minuten pro Kilometer immer noch ziemlich schnell.
Ich korrigierte immer wieder den Schritt, wollte nicht zu schnell sein.
Auf den nächsten 23 Kilometern bemühte ich mich darum, immer so zwischen 5:50 Minuten und 6:05 Minuten pro Kilometer zu laufen.
Nicht schneller.

Obwohl meine Beine schneller wollten. Es machte sehr viel Spaß, dort zu laufen. Die Strecke war auch sehr interessant. Zum Herrenkrug lief ich ab und an schon als Student der TH O.v.G. Magdeburg im Training. Alles sah jetzt viel frischer und schöner aus.

Die Gebäude des Herrenkrugs sahen in der Sonnen auch hübsch aus. In der Elbaue gab es einzelne Baumgruppen, umgestürzte Bäume, die so wunderbar und fast märchenhaft zur Landschaft dazu gehörten und die Läufer.
Als wir an der Innenstadt vorbei liefen, bewunderte ich die hübschen Neubauten und die restaurierten Gebäude.

Magdeburg hat sich sehr zum Guten verändert! Im Kulturpark, auf den Radwegen konnte man gut laufen. Kaum Behinderungen durch Spaziergänger oder Radfahrer. Es wurde viel geklatscht und angefeuert. Die erste Runde hatte ich nach etwa 2:02 h geschafft.

Es ging weiter so locker mit meinem Laufen. Dann, bei Km 36, ich war mit 6:10 Minuten bis 6.40 Minuten auf den letzten zwei Kilometern langsamer geworden, spürte ich einen Krampf im linken Beim, am Beuger, heraufziehen. Ich verlangsamte meinen Lauf, blieb sogar stehen und massierte den Muskel etwas. Nachdem ich einige Meter gegangen war, konnte ich weiter laufen. Dann kam der Krampf im rechten Bein, im Beugemuskel.

Das beherrschte ich auch bald. Ich konnte, zwar langsamer, aber doch weiter laufen.
Nach 4:22:25h lief ich, von relativ wenigen Fans im Ziel beklatscht, über die Ziellinie.
Einfach sehr schön!

Ich versorgte mich reichlich mit alkoholfreiem Bier.
Dann gab es noch eine Grillwurst. Ich sah zum Ausgang der Messehalle und dann Ralf. Ein ehemaliger Mitschüler in der Magdeburger ABI-Klasse und Kommilitone an der TH O.v.G. Wir unterhielten uns ausgiebig. Dagmar bestätigte auch, dass es ein ganz toller Tag für sie war. Immerhin hatte sie in der Zeit, in der ich lief, ausgiebig die Innenstadt Magdeburgs erkundet.


 Letzte Änderung: 23.10.2019 (III. Korrektur) © Joerg Segger






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Stadtpark mit Turm.
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An der historischen Stadthalle!



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Moderne Säule des Hundertwasserhauses und Dom!
16

Herrlich! Das schöne Hundertwasserhaus.



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Schöner Brunnen in der Leiterstraße.
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Dom.




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Hasselbachplatz.
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Magdeburg an der Elbe.




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Kanone!
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Der Magdeburger Dom. Und Mauerspecht?



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Lukasklause. Ehemalige Festungsanlage.
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Innenhof im Hundertwasserhaus.