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      Rur-Olef-Runde - 2021.


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Kurz vor dem Start in Einruhr.
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Stauseespiegelungen.



   Mangels Laufveranstaltungen - privates ca. 63Km - Gelaufe

Weckergebimmel!
Gleich darauf ausgeschaltet und die Frage: „Wer hat den so früh gestellt?“ Ich natürlich.
Radio an.
Nur noch kurz die Nachrichten hören.

Immerhin verschafft das noch einige Minuten mehr im Bett. Da liegt es sich gut. Und wie soll das Wetter werden? Die Einen schreiben so, die Anderen so! Am Nachmittag jedenfalls Regen. Na egal. Wer weiß schon, an welchem Ort auf meiner geplanten Laufstrecke es wann und wie stark regnen wird? Meistens wird es ja nicht so schlimm!
Ich bin dann wach.
Daggi noch nicht.

Die steht Anfangs unkoordiniert und verschlafen in der Küche. Es dauert etwas, bis sie zu zielführendem Handeln fähig ist. Die letzten Tage hat sie zu schlecht geschlafen, meint sie. Egal. Ich habe bereits Einiges vorbereitet. Charly kommt mit.
Sein Wagen wird, kurz vor der Abfahrt, gemeinsam auseinander gebaut. Die Montage ist nicht kompliziert. Dagmar muss sie üben. Brote werden geschmiert, Getränke verstaut. Nur die Laufschuhe nicht vergessen. Mein Kaffee schmeckt.

Dann sitzen wir im Auto.
Wir sind 45 Minuten später am Startplatz in Einruhr. Der Rur – Olef – Weg soll 57 Km lang sein. Am Ende habe ich, mit einigen Umwegen, 63Km als Streckenlänge gemessen. Gemeinsam, zwecks Übung, bauen wir den Wagen für Charly zusammen. Ich laufe los. Komischerweise laufe ich ganz locker und schnell an.
Was ist hier denn los?
Natürlich laufe ich gleich mal am Einstieg zur Route vorbei. Aber nur 20 Meter.
Der Weg geht immer wieder auf dem Eifelsteig entlang. Jedenfalls am Anfang. Ich kenne die Strecke vom Eifelsteig. Erinnerungen an die gemeinsamen Läufe mit Helmut und seiner Laufveranstaltung auf dem Eifelsteig und an die vielen netten, bekannten Läufer kommen auf.

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Für alte Hunde. Ab ins Grüne. Laufmotivatition.
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Erster VP in Gemünd.


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Bei Einruhr.
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Kurz nach dem Start.


Ein schöne Zeit.
Die Laufveranstaltung gibt es nicht mehr.

Dann laufe ich, bis zur Staumauer der Urfttalsperre auf der Strecke des Rursee – Marathons. Da nahm ich bereits zwanzig mal dran teil.
Wunderschöne Blicke hatte ich bereits.
An diesem Tage habe ich noch viel mehr wunderschöne Ausblicke und schöne Täler zu bewundern.

Es ist schon ein Luxus, dass Daggi ,wieder einmal, an insgesamt zwei Vps steht und mich unterwegs versorgt!
Ich überlege, wo ich langlaufe und telefoniere mit Daggi, weil ich ein Schild mit einem Sperrhinweis der Strecke nach Vogelsang falsch interpretiert habe.
Die Urfttalstaumauer war im letzten Jahr gesperrt und Joachim und ich mussten unsere Strecke des privaten Marathons etwas umgestalten. Dann überholt mich ein Mountainbiker, der ohne E-Motor den Berg hochfährt und ich lese das Schild richtig. Also die Strecke nach Vogelsang ist nur für Biker gesperrt.

Ich überhole Wanderer.
An diesem Vatertag sind einige Wanderer und viele Radfahrer unterwegs. Für etliche Streckenkilometer bin ich aber, vor allem im Regen und zum Ende hin, einsam auf der Strecke. Völlig ungestört. Wenn es nicht regnet, singen die Vögel und lassen mich genießen und träumen! Vor Wollseifen kommen mir gleich zwei Wandergruppen entgegen. Ich fotografiere auch.

Immer wieder schön, dieser Streckenabschnitt. Dann laufe ich zur zweitgrößten baulichen Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland. Die NS-Ordensburg Vogelsang ist eine von insgesamt drei NS- Ordensburgen! Eine weitere steht in Sondhofen und die dritte in Crössinsee in Pommern.

 LINK: NS-Ordensburg-Vogelsang.

Bei der Ordensburg fragen mich Wanderer, wo es denn zur Wüstung gehe. Gemeint war der Weg nach Wollseifen. Ich beschreibe den Weg. Ich kenne mich aus!

Die Strecke ist mir immer noch sehr bekannt. Auch hier sind viele Wanderer unterwegs.
Ich genieße die Aussichten.

Ein Ultraläufer überholt mich, als ich nach dem Weg suche, da hier eine kleine Absperrung, mitten im Weg, aufgebaut war. Wir nicken uns zu. Kurz darauf überhole ich ihn.
Er macht sich etwas frisch und trinkt. Danach sehe ich ihn nicht wieder.
Familien mit Kindern schnaufen einen Hang hoch. Noch ist es nicht glatt.

Die Strecke wird für mich Stunden später, mit dem Regen, glatt. Dann kann ich nur langsam wandern oder laufen. In Gemünd rufe ich Dagmar an. Sie hat ein schönes Plätzchen für mich als VP ausgesucht.

Ich muss etwas essen und trinken.
Ich hatte leider vergessen, für die 22Km dieses Abschnittes, Wasser in die Trinkflaschen zu füllen. Dann, mit Wasser und gestärkt, laufe ich weiter. Der nächste VP ist in Hellental geplant. In Hellental waren wir einmal.

Da war unser jüngster Sohn im Schullandheim. Ich habe kaum noch Erinnerungen daran. Lange her. In Gemünd, am zuerst geplanten VP ist die Strecke plötzlich zu Ende. Klar, fällt mir ein, ich bin ja von Einruhr aus gelaufen. Ich lade die Strecke neu und finde bald die Originalstrecke wieder.

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Schöne Wege. Hier noch auf dem Eifelsteig.
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Stausee.




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Anstieg.
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Löwenzahn am Rande. Naturpark Eifel.



Einige Streckenabschnitte sind sehr steil.
Mir begegnen immer wieder Wanderer.

Wenige Herrschaften mit Bier. Schöne Abschnitte mit Vogelgesängen lassen mich immer wieder träumen. Es macht Spaß, hier zu laufen. Dagmar ruft öfter an. Inzwischen kann sie den Wagen problemlos für Charly zusammenbauen und auch wieder auseinander! Ich erreiche Schleiden.

Sehr schön.
Dagmar berichtet mir aus Hellental, sie hätte sich ein großes Eis gegönnt. Ich laufe gerade an einem Eisladen vorbei. Einige Passanten schlecken mir etwas vor. Ich habe noch keinen Appetit. Dann erreiche ich die Burg Schleiden. Hier gibt es einen Seniorensitz.

Sehr gut.
Hinter der Vorburg in Schleiden laufe ich an einem Schild mit Sperrhinweis vorbei.
Mein richtiger Weg!
Ich quäle mich den Hang hoch, ehe ich begreife, ich bin am richtigen Weg vorbei. An einigen Stellen ist die Beschilderung der Rur – Olef – Route schlecht. Wenn diese gut ist, man sich gerade darauf verlässt und wenig auf das Navi schaut, man gerade in eine sehr schöne Strecke eintaucht, ist man garantiert falsch! Das schafft am Ende für mich sicher etwa drei, vier Km Umwege! Ich laufe an Oberhausen vorbei!

Es fängt langsam an zu regnen.
Der Regen wird stärker.
Dann kommt Hagel dazu.
Ich hab einen Regenumhang mit.

Ich krame ihn hervor und merke, wie die Hagelkörner darauf einschlagen. Plötzlich ist das vorbei und ich packe den Umhang zusammen und bin auf der falschen Strecke in Hellental.
Das macht nichts.
Ich sehe weiter vorne Dagmar am vereinbarten Treffpunkt. Ich kann mich stärken. Nein, Dagmar, ich laufe weiter. Noch drei Stunden will ich für die restlichen 20Km brauchen. Daraus wird aber nichts.

Hinter Hellental quäle ich mich einen langen Berg hoch. Irgendwo da unten befindet sich die Oleftalsperre. Davon sehe ich nichts.
Dann donnert es irgendwo hinter der Hochfläche auf der ich gerade laufe. Es beginnt wieder zu regnen. Herrliche Wiesen mit vielen gelben Blüten lassen mich den Regen ertragen. Es ist schön, hier zu laufen. Ich überquere bald die Monschauerstraße, laufe an Wiesen vorbei und in den Wald. Ab und an kontrolliere ich die Strecke auf dem Navi.
Es gießt ziemlich stark.

Erste Hinweisschilder auf mein Ziel Einruhr luden mich dazu ein, weniger auf das Navi zu schauen. Dann laufe ich in ein wunderschönes Tal ein. Der Regen wird stärker. Das Tal ist einfach schön. Ich genieße, sehe, träume und fühle mich sehr gut dabei! Der wilde Bach schlängelt sich im Tal. Wunderschön! Eine schmale Stelle mit Hinweisschildern und einer Bachüberquerung kommt. Kein Hinweis auf Einruhr.
Ich schaue auf mein Navi. Na toll, denke ich und ich bin falsch. Ich muss etwa einen Kilometer zurücklaufen. Bergan laufe ich in dem schönen Tal bis zur Weggabelung. Hier gibt es keinen Hinweis auf Einruhr. Ich muss wachsamer sein. Ich darf mich nicht davon einlullen lassen, dass es ab und an mal ein Schild nach Einruhr gibt!

Im strömenden Regen laufe ich durch eine tolle Landschaft.
Nur niedriger Bewuchs. Viele Ginsterbüsche, Grasflächen, Bäche und völlige Einsamkeit.
Keine Ortschaft weit und breit.
Totale Einsamkeit erreicht mich.
Der Regen rinnt.
Etwas für Genießer!

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Weg und gelbe Blütenpracht auf der Wiese.
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Schöne, kleine Täler.




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Tasche und Hundeleine auf dem Waldweg.
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Ein Dame hat sich was zusammengesucht. Ich treffe sie mit Hund kurze Zeit später. Wir unterhalten uns kurz. Nett!




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Tolle Aussichten im Regen.
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Schleiden.




Es ist glatt und matschig.
Dann führt der Weg vor Erkensruhr in den Wald.
Stellenweise ist der Weg geneigt, glatt, matschig und an einigen Stellen etwas aussätzig.
Einmal gibt es sogar eine Seilsicherung.

An Laufen ist für drei Kilometer nicht zu denken.
Wurzelwerk unter den Füßen.
Achtung! Nur nicht stolpern!

Der Weg führt einige Kilometer an Erkensruhr entlang, aber im Wald und über den Ort.

Ich denke immer wieder, dass der Genuss jetzt ruhig zu Ende gehen könnte.
Ich will einfach nur noch im trocknen Auto sitzen.
Immer wieder denke ich, dass es mir auf der Strecke sehr gut ging. Bis jetzt!
Dabei habe ich bei den letzten 50Km Läufen um meinen Wohnort ab und an etwas geschwächelt.

Kurz vor Einruhr hört der Regen endlich auf.
Der Weg war schon seit ein paar Kilometern so, dass ich wieder laufen konnte.
Ich hab mir Pommes bei Dagmar bestellt. In Einruhr hat ein Kiosk auf.

Dagmar versorgt sich und mich mit diversen leckeren Sachen vom Kiosk.
Unterwegs in Roetgen gönnen wir uns ein klasse Eis.
Unterwegs berichten wir uns gegenseitig die kleinen und großen Erlebnisse.

Ein sehr schöner Tag klingt aus.
Am Abend verliert Leipzig das Pokalspiel.
Borussia spielt einfach klasse!



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In Schleiden.
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Kirche und Burg in Schleiden.






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Riesige Tannen. Naturdenkmäler.
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Gewittern und Kühe.







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Schöne Eifelerin!
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Schöne Landschaft.







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Genial. Auch im Regen. Einsamkeit. Menschenleer.
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Blick auf den Rurstausee.





 Letzte Änderung: 05.06.2021 (IV. Korrektur) © Joerg Segger